Meine Songs

18.09.2014 16:42

 

Die Zeit ist ein garstig´ Ding
Die Zeit ist ein garstig´ Ding, was viel zu schnell vergeht
umso öfter dir das Leben einen Strich durch die Rechnung zieht.
Du glaubst, es ist Frühling, dabei ist der Sommer grad´
zu Ende und du hast die Zeit verpasst.
Haben eben noch die Amseln auf den Dächern laut gesung´n,
sind die Kinder in den Strassen vor Freude in die Luft gesprung´n,
ist der letzte Schnee von gestern grade eben noch gelegen,
fallen nun schon wieder Blätter auf Gehwegen.
Du erinnerst dich noch ganz genau, du warst 10 Jahr alt,
da hast du sonntags den Cowboyhut bei Bonanza aufgesetzt.
Heute sitzt dein Sohn den halben Tag mit dem I-phone in der Hand
und chattet einsam durch das World Wide Web.

Die Zeit verändert die Welt so rasend schnell

wie das Chamälion in der Großstadt seine Farbe ständig ändern will.

Was gestern noch als Wunder der Technik ward gesehn,
bringt die Erde heut´ zum untergeh´n.
Unsere Kinder wachsen im Dickicht des Technikdschungels auf
und können ihren Durst nach Neugier kaum noch stillen.
Willst du cool sein, springst du schleunigst auf den neuesten Trendzug auf
sonst bist du ganz schnell out und nicht mehr in.

Wer weiß, was die Zeit, während ich das Lied euch sing,
in euren Köpfen schon verändert hat?
Ja ja die Zeit ist ein garstig´ Ding, was viel zu schnell vergeht
und dieses Lied zu schnell vergessen macht.

 


Hinterm Kirchturm
Jeden Tag schau ich aus meinem Fenster heraus, 
schau auf Bäume, auf Sträucher und auf die Wiese vor meinem Haus.
Weiter weg seh´ ich den Kirchturm stolz im Dorfe steh´n,
dahinter, wie ein Teppich, sind die Reben weit zu seh´n.
Die Kastanie erblüht nach den ersten Sonnenstrahl´n,
die Lust überkommt mich, mit dem Fahrrad los zu fahr´n.
Durch ein Blütenmeer hindurch seh´ ich jeden Obstbaum,
aus dessen Früchten die Bauern dann „e guedes Schnäpsle“ brau´n.

Refrain:          
Ach wie ich dich geniesse du schönes Markgräflerand.
Die „Toscana von Deutschland“ wirst du überall genannt.
Wo ich immer wieder neues, interessantes an dir find´.
Wünscht ich mir, ich hätt´ dich schon erlebt als kleines Kind!

Hinter´m Kirchturm ragt protzig ein großer Berg heraus.
Ich seh den Turm auf dem Blauen, Cafe mit Ausblick und Kuchenschmaus.
Gleich daneben seh ich im Frühjahr mit Schnee noch weiß bedeckt
Den kahlen Belchen, der sein Haupt oft in Wolken versteckt.
Wenn ich sonntags in der Sonne auf der Rebbank verweil´,
seh ich ins Rheintal bis ins Elsass, den Grand Ballon wie einen Keil.
Davor fließt der Rhein wie eine Schlange durch das Land,
wo einst nach der Eiszeit das Land im Meer verschwand.

Refrain:          Ach wie ich dich geniesse ….

Der Weinbau hat hier im Ländle eine lange Tradition,
Bereits die Römer brachten Reben mit und versuchten sich daran schon.
Später kamen Zähringer Herren und die Staufer an die Macht.
In Neuenburg am Rhein zahlten Überquerer teure Pacht.
Die Bauern verloren den Krieg gegen die Markgrafenschaft.
Der Markgraf hat die Menschen zu Protestanten gemacht.
Dann fiel das Land dem Großherzogtum Baden in die Hand.
Ach, was hast du alles durchlitten du schönes Markgräflerland?

Refrain:          Ach wie ich dich geniesse…

20.März 2011
Wenn ich heute vom Weinberg aus ins Rheintal runterschau´,
seh´ ich deutlich eine Kuppel von einem unschönem Bau,
das Kernkraftwerk Fessenheim strahlt in der Sonne vor sich hin
und die Menschen in der Region fragen: was macht das für einen Sinn?
Wenn irgendwann einmal der Rheingraben fängt wild an zu beben,
werden tausende von Menschen in Strahlengefahr schweben!
Deswegen zogen 10.000  Leut´ heut´ in Scharen über den Rhein
und riefen in der Menge zu Fessenheim ein lautes „Nein“!

Refrain:          Ach wie ich dich geniesse…


Für meinen Grundschullehrer

Ich wär in meinem Leben gern mal Grundschullehrer geworden, 
hätt den Kindern jeden Tag gern gesagt, wo lang es geht.
Dann gäb es heute nicht so viele Menschen voller Sorgen, 
und Eltern wüssten wo ihr Kind jetzt steht.
Ich hätte mit viel Freude diesem Haufen von Tyrannen 
Regeln, Grenzen, Anstand beigebracht.
Ja und wenn ein Kind mal ganz extrem den Unterricht verweigert
Hätt ich mit ihm was ganz besonderes
außer Deputatsmäßiges  und individuelles gemacht.

Lalala…..

Ich wär in meinem Leben gern mal Grundschullehrer geworden
Hätt mich für all die unschuldigen Kinder engagiert,
hätt gefördert und gefordert, hätt mir´s mit  Eltern nicht verdorben
hätt  alleinerziehnde Mütter motiviert.
Ich bewundre all die Damen, die riskieren Kopf und Kragen
jeden Tag im Stundentakt bis es endlich gongt
Und die Pausenaufsicht hätt ich gerne freiwillig übernommen
Um den Kinder zu sagen, ihr könnt mich immer fragen,
ich bin stets für euch da wenn ihr mich braucht.

Lalala….

Ich wär in meinem Leben gern mal Grundschullehrer geworden,
hätte Rechnen, Lesen, Schreiben nur am Rande beigebracht,
Die Schule wär mein Leben, für sie wär ich gestorben,
für die Kinder hätte ich alles gemacht.
Ich hätte gut verdient und hätt mir ein Haus könnt bauen,
ich wüsste wie es um die Bildung bei uns steht.
Und nach 40 Jahren Schule hätt man mich aus dem Dienst gelassen
Als Rentner daheim, lebte ich allein,
ohne Kinder ohne Frau. 
Na ja,  aber ich wollt doch so gern Grundschullehrer sein.

Lalala……

Geh Deinen Weg
Geh Deinen Weg! Geh deinen Weg!
Geh dahin, wo es dir gut geht, geh deinen Weg!
Lauf nicht in fremden Bahnen,lass dich nicht verplanen!
Es gibt immer Menschen, die sehen, 
die Dich nicht übergeh´n und rufen: „Geh Deinen Weg“!

Kleine Kinder ungeformt in der Schulklasse nicht beliebt.
Diese Kinder leiden jeden Tag, von den Eltern nicht geliebt.
Schläge, Tritte, Rumgeschupse, Worte der Erniedrigung,
ist das der Weg, den sie gehen wollen?
Ist das der Weg, den sie sich erträumen?

Schüler in der Klasse sind manchmal dick und riechen schlecht.
Werden täglich ausgelacht, dort herrscht Unrecht gegen Recht
Schläge unter die Gürtellinie jeden Tag auf dem Abstellgleis.
Das macht Ihnen oft das Leben zur Hölle, das Leben wird hart und kalt wie Eis! Geh Deinen Weg…

Arbeitslose Frauen und Männer auf dem Gang in die Niedertracht.
Haben nur die falsche Nummer gezogen, fallen in einen tiefen Schacht
Warten auf den Arbeitsplatz, der ihren Kindern Nahrung verschafft
Ist das der Weg, den sie gehen  wolln?
Ist das der Weg, den sie sich erträumen?

Alkohol bei Tag und Nacht um die Leere zu ertragen,
sich schämen für den scheiss Alltag, den die Ämter immer wieder erfragen.
Reality Fernsehen RTL und Bildreporter kommen schnell.
Drehen Deinen Schicksalsfilm, zeig ihnen doch, wo du nicht hin willst! Geh Deinen Weg…

Menschen, die laut Nein sagen können, Demonstranten in Tränengas,
Der Rechtsstaat weist euch in seine Schranken mit Gewalt und Knüppelmacht.
Egal ob Recht und Menschlichkeit, egal ob Frieden als Notwendigkeit. 
Ist das der Weg, den sie gehen wollen?
Ist das der Weg, den sie sich erträumen?

Alte Frau am Krückstock, alter Mann im Schaukelstuhl,
die Ärzte verschreiben euch die Pillen, nicht nur aus Mitgefühl.
Schmerzen, Leiden, Einsamkeit. Wann kommt der Tod, der mich befreit?
Liebe, Nähe, Sinnstiftung ist was alte Leut am Leben erhält.


Reicht die Zeit noch aus?
Ab 50 ändert sich ein Stück mehr die Welt für Dich.
Du fragst Dich immer öfter, wer du eigentlich bist.
Und du wunderst dich jeden Morgen und du machst dir wirklich Sorgen,
darum wie rasend schnell die Zeit plötzlich vergeht!
Ab 50 schaust du öfter mal dein Spiegelbild an.
Du könntest doch mal wieder mit dem Fahrrad zur Arbeit fahr´n.
Anstatt immer nur ins Auto sitzen, solltest du beim Radfahr´n schwitzen,
damit dein Bauch nicht immer schwerer wird. 

Refrain: Es fällt dir schwer mit der Zeit zu geh´n und zu seh´n.
Dass die Tage so schnell vergeh´n kannst du nicht versteh´n.
Du hast so viel zu tun, willst dem Leben noch manches geben,
willst alles das, was dir bisher nicht gelang noch mal anstreben
und du fragst dich dabei: Reicht die Zeit noch aus?

Immer öfter kommen dir Gedanken in den Sinn.
Was hast du bisher erreicht und wo willst du hin?
Die Arbeit und Dein Leben haben dir so viel gegeben
Und jetzt fragst du dich was wohl noch kommen wird.
Ab 50 merkst du wie du die Natur vermisst,
wenn jede Jahreszeit plötzlich schon zu Ende ist.
Du gehst vielmehr spazier´n kannst dich für Regen faszinier´n.
Und du hörst den Vögeln auf der Parkbank zu

Refrain: Es fällt dir schwer ….

Nach einer durch gemachten Nacht sitzt du wie auf heißen Kohl´n .
Du brauchst 2 ganze Tage um dich zu erhol´n.
Immer öfter denkst du an Ruhestand im Gartenstuhl mit Kissen aus Samt.
Und du rechnest deine Rente bis auf 2 Kommastellen aus.
Du fühlst dich auf der Zielgrade Deines Marathons.
Und du kaufst für den letzten Tapetenwechsel schon die Umzugskartons.
Für den nächsten Teil in deinem Leben - was wird sich da alles ergeben? -
hoffst du, dass du aus den vollen schöpfen kannst!

Refrain: Es fällt dir schwer….




Land der Lieder
(bringing home from Scotland - Intro Melodie mit low whistle)

Chorus:
Die Frau, die ich sah, kam aus einem fernen Land, 
ich sah und hörte sie, wie sie auf der Bühne stand,
ihre Stimme war so klar, wie das Wasser, wie das Licht,
Die Musik, die sie spielte, nahm die Seelen in die Pflicht.

Ich hatte von dem Land schon viel erzählt bekommen:
Auch Geschichten über Helden, die Gefangene befrei´n.
Die Musik war mir vertraut, sie hat mich oft eingenommen;
Die Lieder schienen immer schon ein Teil vom Land zu sein.

Flute Melodie:

Ich wollte möglichst viel in diesem Land erleben,
wollte sehen wie die Menschen, die dort zu Hause sind,
singen, denken, fühlen und miteinander reden,
und ich sah, wie die Musik sich schon verbirgt in jedem Kind.

Chorus:      Die Frau, die ich sah…

Viel Stolz und etwas Ehre und sehr viel Freundlichkeit
mischen sich mit Tradition und auch mit Gemütlichkeit.
Sie erzählen sich Geschichten und hören aufmerksam hin.
Es sind die Lieder, die sie singen, die ihrem Leben geben Sinn. 

Chorus:      Die Frau, die ich sah…

Flute Melodie:
 


Gelassenheit ist manchmal Gold wert
Der Vater und die Mutter hatten beide einen langen Tag,

kommen abgekämpft von der Arbeit heim.

Haben sich den Tag lang abgeplagt.

Zufällig gibt es unter Kindern immer wieder mal Streit,

da wird es beiden Eltern leicht zuviel der ew´gen Streitigkeit.

 
Refrain:
Gelassenheit ist manchmal Gold wert,

wenn deine Sinne etwas anderes seh´n.

Wenn dein Handeln nicht mehr auf den Verstand hört

und die Gefühle andere Wege geh´n

Ja Gelassenheit ist manchmal Gold wert

wenn die Faust sich in der Tasche ballt.

Wenn das Herz beim Klopfen ausschert

und dir die Sicherung durchknallt.                nananananaan

 

Wenn der Lehrer vor der Klasse

zum zehnten Mal darum gebeten hat.

"Seid bitte leise, hört auf zu reden.

So macht Unterricht keinen Spaß."

Und wenn dann auch noch der Papierflieger

direkt auf seinen Kopf zufliegt.

Kommt es leider immer wieder

vor, daß er die Geduld verliert.

 

Ja Gelassenheit ist manchmal Gold wert….

 

Ein Junge beladen mit  Frust, 

Enttäuschung, Verletzung und Wut

schlägt zu erst nur auf Kissen ein

Die Schläge, die er gibt, tun ihm gut.

Doch irgendwann kommt ein anderer,

der ihn reizt und provoziert.

Da prallen Welten aufeinander

und er fürchtet, daß er sein Gesicht verliert.

 

Ja Gelassenheit ist manchmal Gold wert….. 


 


Schliengener Frühjahrsputz 
Den graudunklen Alltag hat jeder mal satt, die Sonne kommt durch, sie hat ́s endlich geschafft.
Knospen und Blüten stehen am Start, der Frühling zeigt Flagge, da stellt sich die Frage:
Ist jetzt der Frühlingsputz angesagt?
Erstaunlich ist, was das Auge so sieht, wenn die Sonne die Bude bescheint.
Megameterlanges Staubrequisit, was sich mit kleinen Brotkrümeln vereint.
Der Rest von sauren Regentropfen, die bringen mein Putzerherz zum klopfen.
Besen, Wischer, Staubsauber raus, bringt endlich Frühjahrsglanz ins Haus.
Seit dem Herbstputz habe ich die Waschmaschine nicht mehr wirklich entkalkt.
Der Wäschekorb quillt auch förmlich über, es muffelt nach Faultier im Wald. A7dmG Cam
Die Betten raus in der Sonne lüften, jetzt trenn ich mich endlich von Winterschlafdüften. F G em am F G C
Besen, Wischer und Staubsauger raus, bringt endlich Frühjahrsduft ins Haus. Zwischenspiel lalala...

In der Ecke von der Decke hab ́n sich Käfer und Fliegen zum kollektiven Winterschlaf vereint 
Statt draussen zu frieren, überwintern sie drinnen, von mir ist das nur tierlieb gemeint!
Doch wenn sie jetzt nicht freiwillig gehen, dann werden sie den Staubsauger nicht übersteh ́n. 
Achtung Besen, Wischer und Staubsauger seh ́n rot und alle Tiere im Haus sind in Not.
In der Küche strahlt die Sonne besonders kräftig auf Millionen von Fettspritzern ein.
Während draussen die Vögel das Frühlingslied zwitschern weich ́ ich gleich meine ganze Spüle ein. 
Der Schimmel fliegt aus dem Kühlschrank raus und verlässt mit der abgelaufenen Wurst das Haus. 
Besen, Wischer und Kehrschaufelblech und schon sind alle Weihnachtsreste weg.

Zwischenspiel lalala...

Beim aggressiven Ausklopf der Teppichläufer laufen mir kleine Monster über den Fuß.
Auch Reste von Weihnachtsspekulatiuskeksen versetz ́ ich jetzt den Todesstoß.
Ups, was seh ́ ich in der Sofaspalte, eine schmutzige Serviette ganz ohne Falte.
Mit der Düse meines Saugers hat auch sie keine Chance, ich bin jetzt ganz in Frühjahrsputztrance. 
So langsam komme ich ganz schön ins schwitzen, was mir ne wohlverdiente Pause einbringt.
ch würde ja ganz gerne in der Sonne sitzen, doch das geht nicht, weil da was ganz übel stinkt. 
Ach ja der Mülleimer ist schon prallevoll und die Fischreste riechen nunmal nicht so toll,
Also weiter im Text, es wird auch langsam Zeit, dann kommt bei mir die Frühjahrsmüdigkeit.

Zwischenspiel lalala...



Ein bisschen mehr!                                                          WoGer14

Wir Kinder brauchen mehr Wärme und Platz und keinen Bildschirm als Vaterersatz!

Wir Kinder brauchen Geduld und nicht Wut, das tut uns gut, das macht uns Mut!

Wir Kinder brauchen die Zeit nicht im Flug, keine Zeit, die gibt es genug                                    

Jedes Kind ist wie eine Blume, die spriesst. Wir wachsen nur, wenn man uns giesst!

Und das, was wir von euch zuviel bekommenvergeht zu schnell und ist zu leicht zeronnen!

Und das, was bei uns eigentlich zählt. Das fehlt!

Refrain:

Ein bisschen mehr, das brauchen wir schon.

Ein bisschen mehr, das wollen wir schon.

Ein bisschen mehr, das holen wir uns

von Eurer Zeit, die ihr euch nicht nehmt!

Auch wenn´s euch nicht passt und wenn´s Euch nicht bequemt!

 

Wenn Eure Moral den Bach runtergeht, wenn Ihr Dinge macht, die ihr selbst nicht versteht.

Wenn wir eure Lage nicht ändern können, dann fangen die Schulen an zu brennen.

Wenn wir euch den Spiegel selber vorhalten und euch in Ratlosigkeiten spalten.

Wenn keiner von Euch mehr uns Kinder versteht, dann ist es zu spät, ja zu spät!

Denn dann versteht ihr Euch selber nicht mehr, in eurem riesen Schuldgefühlmehr

Und dann und dann, irgendwann...mmmmmh

Ein bisschen mehr, das brauchen wir schon....

SONG: Ein bisschen mehr




Zuviel                                  Text u. Musik: WoGer

Ich gehe in die Stadt, mich beschleicht ein Gefühl 

des Schauderns über Menschen im Ausverkaufsgewühl.

Überall Gedränge, Gemotze und Gestank, 

es riecht ganz stark nach Menschen, nach dem Geld der Deutschen Bank.

An den paar armen Schluckern links an der Häuserwand,

geht jeder dran vorbei in seinem Blind-Gewand.

Egal ist alles das, was mich nicht selber trifft,

was mir nicht schmerzlich grob auf meine Füße tritt.

Alles ist zuviel, nichts ist zu wenig,

alles hat Profil, kaum etwas geht nicht.

Zuviele sind dafür, zuwenig sind dagegen,

was gibt´s denn außer mir hier sonst noch zu pflegen?

 

Leistungsneurotiker predigen im Chor, 

vom Altar des Konsums herab stellen sie sich vor:

Die Softwaremaschinen in der einen Hand 

dirigieren sie progressiv, wo es lang geht hier im Land.

Im Land, wo´s eigentlich schon alles zehnfach gibt, 

wo der Single nur die Checkcard seiner Banken liebt.

Wo Kinder kreativ am Computer versaun, 

die in den Schulpausen dann den Schwächeren verhaun.

Denn der Schwache ist der Dumme und der Starke ist nur schwach, 

Gewalt und Psychosen spielen miteinander Schach. 

Wer dabei gewinnt ist schlau und sterbenskrank, 

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